SGB VIII-Reform

Der Referentenentwurf eines Gesetzes zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen (Kinder- und Jugendstärkungsgesetz – KJSG) vom 5. Oktober 2020 des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) liegt vor.

Mit dem Referentenentwurf für eine SGB VIII-Reform wird das in der letzten Legislaturperiode beschlossene, aber nicht umgesetzte KJSG nach einer Auswertung der Ergebnisse des Dialogprozesses „Mitreden – Mitgestalten“ weiterentwickelt. Inhaltlich ist der Entwurf in fünf zentrale Themenbereiche untergliedert:

I. Besserer Kinder- und Jugendschutz

II. Stärkung von Kindern und Jugendlichen, die in Pflegefamilien oder in Einrichtungen der Erziehungshilfe aufwachsen

III. Hilfen aus einer Hand für Kinder mit und ohne Behinderungen

IV. Mehr Prävention vor Ort

V. Mehr Beteiligung von jungen Menschen, Eltern und Familien

Das DIJuF hat eine Synopse der geplanten Änderungen erstellt und in einer Kurzübersicht die wesentlichen Reforminhalte zusammengefasst. Die Mitglieder sind herzlich eingeladen, Fragen, die sich rund um den Entwurf zum KJSG stellen, sowie Lob und Kritik zum Entwurf aus Praxissicht an uns unter rechtsberatung@dijuf.de zu senden.

 

Den Startschuss für eine Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe setzte am 6. November 2018 das BMFSFJ. Im Koalitionsvertrag war ein breiter Dialog mit Akteur*innen aus Wissenschaft und Praxis der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Behindertenhilfe und den Ländern und Kommunen im Vorfeld der neuen Gesetzesinitiative angekündigt. Diesen Dialogprozess setzte das BMFSFJ unter dem Titel „Mitreden – Mitgestalten: Die Zukunft der Kinder- und Jugendhilfe“ mit der Auftaktkonferenz am 6. November 2018 in Berlin, bei der auch das DIJuF vertreten war, in Gang.