Eingliederungshilfe nach § 35a SGB VIII – Zuständigkeit, Voraussetzungen, Inhalte unter besonderer Berücksichtigung aktueller Rechtsprechung und praktischer Umsetzung

files/bilder/Kaestchen fuer VA-Termine/03_ASD.PNG files/bilder/Kaestchen fuer VA-Termine/05_WJH.png Fortbildung für Fachkräfte der Sozialen Dienste und der Wirtschaftlichen Jugendhilfe

Eingliederungshilfen nach § 35a SGB VIII fachlich qualifiziert und wirtschaftlich effizient zu steuern, stellt die Träger der öffentlichen Jugendhilfe vor besondere Herausforderungen: Die Diagnostik einer seelischen Störung ist Aufgabe von Ärzt*innen oder Psychotherapeut*innen, während die Prüfung der Teilhabebeeinträchtigung den Fachkräften der Jugendhilfe obliegt. Wie lässt sich die Zusammenarbeit sinnvoll gestalten, welche Kriterien hat die Fachkraft zur Feststellung der Teilhabebeeinträchtigung an der Hand? Wie kann der erzieherische Bedarf in Abgrenzung zum Teilhabebedarf in den Hilfeprozess eingeführt und die Eltern einbezogen werden? Diese Fragen werden zusätzlich erschwert, wenn sich überlappende Zuständigkeiten der verschiedenen (Hilfe-)Systeme zu prüfen sind. Wann sind Sozialhilfeträger oder Schule (vorrangig) zuständig und wie können sie in die Verantwortung genommen, wie die Hilfen koordiniert werden? Und welche neuen rechtlichen Vorgaben sind aufgrund des BTHG hierbei zu beachten?

Schwerpunkte der Fortbildung sind ua:

• Leistungsvoraussetzungen für die Eingliederungshilfe

• Abgrenzung und Behandlung von Alt- und Neufällen

• Behinderungsbegriff, Diagnose und Teilhabebeeinträchtigung

• Ärztliche/Psychotherapeutische Stellungnahmen nach dem ICD-10

• Grundzüge der gesetzlich vorgeschriebenen diagnostischen Klassifikation nach dem ICD-10

• Kriterien und Orientierungen für die Beurteilung der Teilhabebeeinträchtigung

• Verhältnis von Teilhabe und Erziehung

• Leistungen der Eingliederungshilfe: von stationären Leistungen bis zum Integrationshelfer

• Möglichkeiten und Pflichten der Schule, Aufgaben der Jugendhilfe bei Teilleistungsstörungen

• Verhältnis von Jugendhilfe und Sozialhilfe

• Eingliederungshilfe für junge Volljährige – Probleme der Abgrenzung zum SGB XII

• Pflichten zur Zuständigkeitsklärung nach § 14 SGB IX, vorläufige Leistungspflichten und
   Kostenerstattungsansprüche

• aktueller Stand der Diskussion zur „inklusiven Lösung“

 

 Referent*innen

Prof. Dr. Michael Kölch, Universitätsmedizin Rostock
Stefanie Ulrich, Volljuristin, freiberufliche Trainerin und Coach

 Termin/Ort

12. – 13.11.2020 in Berlin
Donnerstag, 10.30 Uhr bis Freitag, 15.00 Uhr

 Tagungsstätte

Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Ziegelstraße 30, 10117 Berlin,
www.hotel-dietrich-bonhoeffer.de

 Kosten

Tagungsbeitrag 270 EUR (für Nicht-Mitglieder 351 EUR)

Übernachtung und Verpflegung (ohne Abendessen) 206 EUR*
(bei Anreise am Vortrag 329 EUR*)
Verpflegungspauschale ohne Übernachtung (inkl. Mittagstisch, Kaffeepausen und Getränkeversorgung) 84 EUR*

*(inkl. USt.)

 Anmeldung

Zur Online-Anmeldung

Anmeldeschluss: 30.9.2020

 Kontakt

Milad Bisso, bisso@dijuf.de

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 Informationen

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