Unterhaltsrealisierung im Ausland

Das DIJuF hilft seinen Mitgliedern bei der grenzüberschreitenden Geltendmachung und Vollstreckung von Kindesunterhaltsansprüchen. In Fällen mit Auslandsbezug sind bereits bei der Berechnung des geschuldeten Unterhalts und bei der Titulierung Besonderheiten zu beachten. Das DIJuF bietet hierzu umfassende Beratung an und unterstützt seine Mitglieder bei der Vollstreckung im Ausland und dem sich anschließenden Inkasso. In den letzten Jahren konnten Anfragen zu über 150 verschiedenen Ländern beantwortet werden. Aktuell werden knapp 4.500 Unterhaltsfälle mit Auslandsberührung bearbeitet.

Zur Qualität der Arbeit trägt die gute fachliche Vernetzung des DIJuF bei. Das Institut unterhält weltweit Kontakte zu staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen, die sich mit der Realisierung von Unterhaltsansprüchen minderjähriger Kinder und familienrechtlichen Themen befassen.

Der Länderbereich USA stellt aufgrund der hohen Fallzahlen einen Schwerpunkt dar. Zum 1. Januar 2017 ist das Haager Unterhaltsübereinkommen von 2007 (HUÜ 2007) für die USA in Kraft getreten. Zentrale Behörde nach diesem Übereinkommen ist das Bundesamt für Justiz in Bonn, dessen Aufgabe es unter anderem ist, Ersuchen um Rechtshilfe bei der Durchsetzung von Unterhaltsansprüchen grenzüberschreitend zu vermitteln. Das DIJuF unterstützt die Jugendämter bei der Anwendung des Übereinkommens.
Genaueres finden Sie im ersten Heft des JAmt 2017 im Aufsatz Ratifizierung des Haager Unterhaltsübereinkommens 2007 durch die USA. gemeinsam verfasst von Stefan Schlauß, Leiter der Abteilung Internationales Zivilrecht im Bundesamt für Justiz, und Dr. Thomas Meysen, Fachlicher Leiter des DIJuF.

Weitere Informationen und weltweit Ansprechpartner/innen für den Bereich der internationalen Unterhaltsrealisierung erhalten Sie auf der Seite www.childsupport-worldwide.org.