Live-Online-Seminar: Abgrenzungsprobleme im Rahmen der sachlichen Zuständigkeit

files/bilder/Kaestchen fuer VA-Termine/05_WJH.png für Fachkräfte der Wirtschaftlichen Jugendhilfe
    (zu materiell-rechtlichen und Verfahrensfragen einschl. praxisrelevanter
    Regelungen des Bundesteilhabegesetzes [BTHG])

Die zügige und verbindliche Klärung der sachlichen Zuständigkeit hat sowohl für Anspruchsberechtigte als auch Leistungsträger höchste Bedeutung: Der bzw. die Anspruchsberechtigte weiß, wohin er bzw. sie sich wenden muss, um seinen bzw. ihren Anspruch durchzusetzen, und der Leistungsträger kann in die materielle Prüfung des Anspruchs einsteigen.

Auf rechtlicher Ebene erfolgt die Weichenstellung entlang der Vorschriften zur sachlichen Zuständigkeit und der vorrangigen Leistungsverantwortung. Eine zunehmend wichtige Rolle spielen die rehabilitationsrechtlichen Sondervorschriften. Doch nicht nur die geteilte Zuständigkeit zwischen Jugendhilfeträgern und Trägern der Eingliederungshilfe (bzw. Sozialhilfeträger) führt immer wieder zu einer Vielzahl von Abgrenzungsproblemen. Oftmals stehen Jugendhilfeträger auch im Verhältnis zur Schule vor der Frage: Wie weit reicht die vorrangig schulische Aufgabe zur Sicherstellung von Teilhabe an Bildung und wie kann diese eingefordert werden?

Im Live-Online-Seminar werden die notwendigen juristischen Kenntnisse unter Einbeziehung der aktuellen Rechtsprechung vermittelt, um sich den praktischen Anforderungen im Umgang mit diesen Konfliktfeldern in der sachlichen Zuständigkeit stellen zu können. Die mit dem BTHG neugeordneten – auch für die Kinder- und Jugendhilfe bedeutsamen – verfahrensrechtlichen Aspekte finden besondere Berücksichtigung.

Aus aktuellem Anlass werden zudem mögliche leistungs- und verfahrensrechtliche Auswirkungen durch Infektionsschutzmaßnahmen, wie insb. Kontaktbeschränkungen besprochen.

Schwerpunkte sind ua:

• Abgrenzung der sachlichen Zuständigkeit zur Schule (§ 10 Abs. 1 SGB VIII) und zur    Eingliederungshilfe/Sozialhilfe (§ 10 Abs. 4 S. 2 SGB VIII) unter Darstellung
   der einschlägigen Rechtsprechung

• typische Zuständigkeitskonflikte am Beispiel der Familienpflege, der Schulbegleitung und im    Kita-Kontext

• Neuregelungen durch das BTHG, insbesondere zur Eingliederungshilfe, „Pool-Lösung“

• Zuständigkeitsklärung nach §§ 14, 15 SGB IX und ihre Auswirkungen

• Fragen rund um die Kostenerstattung/Durchsetzung

Fragestellungen und Fallkonstellationen können vorab beim DIJuF unter veranstaltungen@dijuf.de eingereicht werden.

Technische Voraussetzungen für die Teilnahme an dem Live-Online-Seminar:
Endgerät (PC, Laptop, Smartphone) mit Audio Ein- und Ausgang oder Headset,
technische Zulassung und Download der Webanwendung Zoom (Firewall).

 

 Referent*in

David Seltmann, DIJuF, Heidelberg
Stefanie Ulrich, Volljuristin, freiberufliche Trainerin und Coach

 Termine

26.5.2020, Dienstag, 10.00 - 13.30 Uhr

27.5.2020, Mittwoch, 10.00 - 13.30 Uhr

2.6.2020, Dienstag, 10.00 - 11.30 Uhr (follow-up)

Diese Veranstaltung wurde aufgrund der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus als Live-Online-Seminar angeboten.

 Kosten

Teilnahmebeitrag 295 EUR (für Nicht-Mitglieder 384 EUR)

 Anmeldung

Die Anmledefrist für dieses Live-Online-Seminar ist abgelaufen.

 Kontakt

Milad Bisso, bisso@dijuf.de